Viscum album L.

Die weißbeerige Mistel (Viscum album L.) ist eine immergrüne, im Winter blühende Pflanze, die als Halbschmarotzer auf Laub- und Nadelbäumen vorkommt.

Die Misteltherapie

Anfang des 20. Jahrhunderts erlebte die medizinische Misteltherapie eine Renaissance, als auf Anregung Dr. Rudolf Steiners Mistel-Präparate zur Injektion entwickelt wurden. Seine Annahme war, dass Misteln bei Krebs die Selbstheilungskräfte anregen. Tatsächlich bewirken Mistelanwendungen die Stärkung des Immunsystems, was sich auf vielfältigen Ebenen nachweisen lässt.

Trotzdem findet die Misteltherapie in der ärztlichen Praxis heute noch keinen breiten Eingang, obgleich zahlreiche positive Fallbeispiele vorliegen und klinische Studien eine Verbesserung von Lebensqualität und Überlebenschancen von Krebspatienten belegen. Zudem konnten mittlerweile viele biologisch aktive Inhaltsstoffe der Mistel identifiziert werden, die immunologische und DNA-protektive Wirkung besitzen. Für eine breite Anwendung muss jedoch auch für die Wissensvermittlung im Medizinstudium und in der ärztlichen Weiterbildung gesorgt sein.

Die Verbesserung der Lebensqualität ist ein anerkanntes und notwendiges Ziel in der Krebstherapie. Die Behandlung mit Mistelpräparaten bietet u.a. hierfür ein erhebliches Potenzial. Die Stiftung Integrative Medizin fördert Projekte in Forschung, Ausbildung und Therapie — für eine optimale, professionelle Versorgung der Patienten.